Vergleich
WebP vs PNG vs JPG: Welches Format wann?
WebP, PNG oder JPG? Der direkte Vergleich von Kompression, Transparenz, Browser-Support und Dateigröße, mit klarer Empfehlung für jeden Einsatzzweck.
Inhalt
Drei Buchstabenkürzel, eine Dauerfrage: WebP, PNG oder JPG. Jedes Format hat seine Geschichte und seine Stärke, doch im Alltag entscheidet meist die Dateigröße über das Tempo einer Webseite. Dieser Vergleich stellt die drei nebeneinander und beantwortet die einzige Frage, die zählt: Welches Format gehört in welche Situation?
Die drei Formate auf einen Blick
Bevor es ins Detail geht, lohnt der nüchterne Überblick. Die folgende Tabelle fasst die harten Eigenschaften zusammen, ohne Schönfärberei.
| Eigenschaft | JPG | PNG | WebP |
|---|---|---|---|
| Verlustbehaftete Kompression | Ja | Nein | Ja |
| Verlustfreie Kompression | Nein | Ja | Ja |
| Transparenz (Alphakanal) | Nein | Ja | Ja |
| Animation | Nein | Nein | Ja |
| Browser-Support | Praktisch 100 % | Praktisch 100 % | Über 96 % |
| Typische Dateigröße bei Fotos | Mittel | Sehr groß | Klein |
| Hauptzweck | Fotos, Kompatibilität | Grafiken, Transparenz | Web allgemein |
Der entscheidende Punkt: WebP kann in jeder Zeile mithalten oder besser sein, mit der einen Ausnahme beim Browser-Support, und auch der ist mit über 96 Prozent kein echtes Argument mehr. Die Werte zum Support stammen von caniuse.com, die Größenangaben von Google.
Kompression: der eigentliche Unterschied
JPG war ab den Neunzigern das Standardformat für Fotos. Es wirft gezielt Bildinformation weg, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt, und erreicht so kleine Dateien. Der Preis sind Artefakte, die bei starker Kompression sichtbar werden, besonders an scharfen Kanten und in einfarbigen Flächen.
PNG ging den umgekehrten Weg: kein Qualitätsverlust, dafür größere Dateien. Es wurde zum Standard für alles mit harten Kanten und Transparenz, von Logos über Screenshots bis zu Symbolen.
WebP muss sich nicht entscheiden. Es bringt beide Verfahren mit und nutzt eine modernere Kompressionstechnik, abgeleitet aus dem Video-Codec VP8. Die Folge sind kleinere Dateien als bei beiden Vorgängern. Wie das technisch funktioniert, steht im Ratgeber Was ist WebP.
25–34 %
WebP kleiner als JPG
Quelle: Google
≈ 26 %
WebP kleiner als PNG
Quelle: Google
über 96 %
Browser-Support WebP
Quelle: caniuse
Ein konkretes Beispiel macht die Größenordnung greifbar. Nehmen wir ein typisches Foto und vergleichen die Formate bei vergleichbar guter Qualität.
Man sieht es sofort: PNG ist bei Fotos die teuerste Option, JPG der solide Kompromiss, WebP der klare Gewinner bei der Dateigröße. Bei reinen Grafiken kehrt sich das Bild teilweise um, dort konkurriert WebP mit PNG und gewinnt knapp.
WebP zwingt niemanden zur Entscheidung zwischen klein und scharf. Genau das macht es zum Standard fürs Web.
Wann PNG die richtige Wahl ist
PNG bleibt erste Wahl, wenn jedes Pixel zählt und scharfe Kanten erhalten bleiben müssen. Das betrifft Logos, Screenshots von Benutzeroberflächen, Diagramme, Strichzeichnungen und Pixelgrafik. In diesen Fällen würde eine verlustbehaftete Kompression sichtbare Schmierränder erzeugen.
Auch als verlustfreies Archiv-Original ist PNG sinnvoll. Wer ein Bild später erneut bearbeiten will, sollte eine Version ohne Qualitätsverlust behalten. WebP im verlustfreien Modus kann das ebenfalls und ist dabei kleiner, doch PNG hat den Vorteil, dass es sich in jedem Programm sofort öffnen lässt.
Wann JPG sinnvoll bleibt
JPG ist das Format der maximalen Kompatibilität. Es gibt schlicht kein Gerät und kein Programm, das ein JPG nicht öffnet. Das macht es zur sicheren Wahl, wenn ein Bild an Dritte geht, deren Software man nicht kennt, etwa als E-Mail-Anhang oder beim Upload in ein älteres System.
Für Fotos liefert JPG ordentliche Qualität bei moderater Größe und bleibt das verbreitetste Foto-Format überhaupt, von der Digitalkamera bis zum Smartphone. Solange Kompatibilität wichtiger ist als die letzten gesparten Kilobyte, ist JPG eine vertretbare Wahl. Sobald das Foto aber auf eine Webseite soll, schlägt WebP es deutlich. Der Weg dahin steht in der Anleitung JPG in WebP.
Wann WebP gewinnt
Für die Auslieferung im Web ist WebP heute der Standard, und zwar in fast allen Fällen. Es kombiniert die Stärken von JPG und PNG, liefert kleinere Dateien als beide und behält Transparenz. Kleinere Bilder bedeuten schnellere Ladezeiten, weniger Datenverbrauch und ein besseres Abschneiden bei den Web Vitals. Genau deshalb empfiehlt web.dev WebP ausdrücklich für die Bildauslieferung.
Der frühere Haupteinwand, die fehlende Browser-Unterstützung, ist Geschichte. Bei über 96 Prozent globaler Abdeckung erreicht WebP praktisch jeden Besucher. Für die letzten paar Prozent sehr alter Browser lässt sich im HTML ein Fallback auf JPG oder PNG hinterlegen, sodass niemand ein leeres Bild sieht.
Unterm Strich
Die Rollenverteilung ist klar: PNG für verlustfreie Grafiken und Transparenz, JPG für maximale Kompatibilität bei Fotos, WebP für alles, was im Web ausgeliefert wird. WebP ersetzt die beiden älteren Formate auf der Webseite, ohne sie als Quell- und Austauschformat überflüssig zu machen. Die saubere Arbeitsweise lautet deshalb: in PNG oder JPG bearbeiten und archivieren, für die Webseite nach WebP umwandeln. Das geht direkt im Konverter, lokal im Browser und ohne Upload, und wenn du die Kompression feinjustieren willst, hilft die Anleitung Qualität einstellen weiter.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen WebP, PNG und JPG?
JPG komprimiert verlustbehaftet und eignet sich für Fotos, kennt aber keine Transparenz. PNG komprimiert verlustfrei und kann transparente Bereiche, wird bei Fotos aber sehr groß. WebP vereint beides: verlustbehaftet wie verlustfrei, mit Transparenz und Animation, und ist dabei kleiner als beide.
Soll ich PNG oder WebP nehmen?
Für die Auslieferung im Web ist WebP fast immer die bessere Wahl, weil die Dateien rund 26 Prozent kleiner sind und Transparenz erhalten bleibt. PNG behältst du als verlustfreies Original oder wenn ein Empfängerprogramm WebP nicht öffnen kann.
Ist JPG oder WebP besser für Fotos?
WebP liefert bei Fotos laut Google 25 bis 34 Prozent kleinere Dateien als JPG bei vergleichbarer Qualität. JPG bleibt sinnvoll, wenn maximale Kompatibilität zählt, etwa beim Versand an Geräte oder Programme, die WebP nicht kennen.
Können alle Browser WebP anzeigen?
Ja, die globale Unterstützung liegt laut caniuse.com bei über 96 Prozent. Chrome, Firefox, Edge, Safari und Opera zeigen WebP an. Nur sehr alte Browser wie der Internet Explorer 11 können es nicht.
Ersetzt WebP PNG und JPG vollständig?
Im Web weitgehend ja. Als Quell- und Austauschformat bleiben PNG und JPG relevant, weil sie sich überall ohne Umweg öffnen lassen. Die sinnvolle Arbeitsweise: in PNG oder JPG bearbeiten und archivieren, für die Webseite nach WebP umwandeln.
Quellen
Über die Autorenschaft
Jan-Tristan Rudat
Redakteur png-webp.de
Themengebiet: Bildformate im Vergleich, Web-Performance, Browser-Support
Mehr über Jan-Tristan Rudat →Verwandte Artikel
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